Wichtige Notizen (fuer Sie ausgewaehlt)
Der Fossilienwald von Dunarobba In der Ortschaft Avigliano entstand ein Naturschauspiel, welches nun nach tausenden von Jahren bewundert werden kann. Es handelt sich um fossilisierte Baumstaemme, einer Art Mammutbaums, die, ausgezeichnet erhalten, in Originalstellung, heute wie in einem Freilichtmuseum zu besichtigen sind. Die Konservierung der bis zu 1,5 m Durchmesser breiten Baumstaemme konnte.
Dank der Lehmschicht geschehen, die die bis zu 5 bis 10 m hohen Baeume vor dem Zerfall schuetzte.
Die Quellen des Clitumno Diese Quellen sind der ideale Ort um die Verknuepfung von Religioesitaet und Ambiente zu erkennen. Hier kreieren farbenfrohe Wassertuempel in einer ueppigen Vegetation eine Umgebung von unvergleichlicher Schoenheit.Einst dem Gott Clutumno geweiht, der den Fluss verkoerperte,und an diesem Ort seine Orakel sprach, bereits seit der Roemerzeit beruehmt und von Properzio, Plinio und Virgilio in ihren Schriften gefeiert. Die Gewaesser haben in der neueren Zeit Dichter wie Byron und Giosuè Carducci befluegelt, Maler wie Corot inspiriert und heute noch rinnen sie aus den zerkluefteten Felsen und sammeln sich in einem traumhaften kleinen See.
Die Oase von Alviano wurde 1978 auf einem 800 Hektar grossem Gebiet innerhalb des Flussparks des Tibers geschaffen. Seit 1990 wird hier ein vom WWF betriebenes Tierreservoir unterhalten, inmitten eines moor- und sumpfreichen Gebietes mit reicher Vegetation und Artenvielfalt. Innerhalb der Oase kann man “Birdwatching” auf gut ausgeruesteten Aussichtstuermen, Stegen und kleinen Huetten praktizieren, es gibt ebenfalls einen Klassenraum im Freien, mitten im Sumpfgebiet. Da die Gegend sehr feucht ist, bietet sie die ideale Nist- und Brutstaette fuer seltene Zugvoegel sowie fuer heimische Vogelarten. Man sieht hier den Reiher, Kormoran, Eisvoegel,Falken,nBussard, Sperber, Moewen und viele andere Vogelarten.
Der Wasserfall Cascata delle Marmore gehoert zu den einzigartigsten und faszinierendsten Naturschauspielen. Er ist ein formidables Werk roemischer Ingenieurskunst. Es war der roemische Konsul Manio Curio Dentato, welcher die Trockenlegung des Velino-Sumpfes veranlasste und einen Abfluss bauen liess, das sogenannte Curiano-Rohr, welches praktisch den Zulauf fuer die heutigen Wasserfaelle gewaehrt, indem das aufgestaute Flusswasser einfliesst und sich in drei gewaltigen Kaskaden in eine Tiefe von 165 m stuerzt. Es ist der hoechste Wasserfall Europas und nach den marmorisierten Kalkfelsen , ueber die er sich ergiesst, genannt. Zwei gut ausgeruestete Aussichtspunkte erlauben dem Besucher einen eindrucksvollen und atemberaubenden Blick auf das Spektakel der Macht des Wassers. Nur wenige Kilometer von den Wasserfaellen entfernt liegt der Lago di Piediluco inmitten gruener Berge, Ein See, der wegen seiner natuerlichen Schoenheit vom Besucher nicht ausgelassen werden sollte.
Das weniger bekannte Umbrien, unter unseren laermenden Schritten gelegen , zahlreiche unterirdische Wege, die uns ueberraschende geschichtliche und archeologiche Aufschluesse geben koennen.
Unterirdisches Todi
Die roemischen Zysternen im Piazza del Popolo, mehr als 5 km lange Stollen und Tunnel, mehr als 30 vorroemische, roemische sowie mittelalterliche Zysternen, 500 Brunnen aus verschiedensten Epochen bilden dieses reiche unterirdische Kulturgut der Stadt. Ein ausgereiftes System Hypogeischer Architektur durchzieht das gesamte Innere des Huegels und nutzt seit Jahrhunderten den geomorfologischen Charakter des Terrains.
Unterirdisches Perugia
Das “begrabene” Perugia kann man auf einer mechanisierten Strecke kennenlernen, welche den Bau Rocca Paolina durchquert und durch die Reste des im mittelalterlichen Viertel gelegenen Besitz der Famiglie Baglioni fuehrt. Die Befestigung wurde in der Zeit 1540/43 nach Plaenen des Antonio da Sangallo dem Juengeren erbaut. Der maechtige Bau wurde 1800 ,nach der Annexion der Stadt ins Italienische Koenigreich , zerstoert.Heute kann man von der gesamten Struktur noch Teile des mittelalterlichen Viertels mit den antiken Wohnstrukturen, einige Strassen,wie z.B. die Via Bagliona, Innenhoefe sowie kleine Plaetze, Backstuben, Geschaefte sowie das 200 Jahre alte Haus von Gentile Baglioni mit seinem intakten Turm und ebenfalls das Quartier von Rodolfo und Braccio Baglioni besichtigen.
Etwa 5 km sued-oestlich von hier liegt das Hypogeo, der Volumi, unterirdische Bauten, Bestattungsstaette der gleichnamigen Etrusker- Famiglie Perugia’s. Das Grab wurde im Jahr 1840 entdeckt und ist eines der bedeutendsten Monumente von Etruria und Teil einer der groessten Nekropolen , der sogenannte Palazzone , der sich mit zahlreichen Grabkammern aus der arkaischen Zeit (VI Jahrh.v.Chr.) sowie aus hellenistischer Zeit ( III – I Jahrh. v.Chr.) durch das Gelaende des Hypogeos erstreckt. Die Datierung des Grabmahls wird auf die zweite Haelfte des II und erste Haelfte des I. Jahrh.v.Chr.geschaetzt.
Unterirdisches Orvieto
Orvieto “underground” ist ein Labyrint von Hoehlen, die im Verlauf von 3000 Jahre in den Fels, auf dem die Stadt angelegt ist, gemeisselt wurden. Man kann das etruskische “Velzna”, das mittelalterliche sowie das barocke Orvieto, in einer aussergewoehnlichen Zeitreise kennenlernen.
Die Fuehrungen der “Orvieto underground” bieten deshalb die Moeglichkeit zur Erkundung dieses aussergewoehnlichen kulturellen Aspekts einer besonders an Kunstschaetzen und geschichtstraechtigen Stadt. Nicht versaeumen sollte man auch den Pozzo des San Patrizius, nach dem Projekt des Antonio da Sangallo dem Juengeren, von Papst Clemente VII in Auftrag gegeben, um, im Falle einer Belagerung oder Konfliktes, der Festung Albornoz ein Wasserreservoir zu gewaehrleisten. Der Brunnen hat eine Tiefe von 62 Metern und entlang seiner Innenwaende wurde eine doppelte Wendeltreppe errichtet, um den Wassertransport zu erleichtern.
Die Scarzuola
Man berichtet, dass hier im Jahr 1218 der Heilige Franziskus von Assisi mit Hilfe der Scarsa, einer Schilfpflanze, von welcher der Name Scarzuola kommt, eine Huette als Unterkunft errichtete. Der Heilige gruendete hier ein Kloster, indem er einen Lorbeerbaum und einen Rosenstock pflanzte sowie einen Brunnen schuf, dem die Bevoelkerung noch heute huldigt. In der kleinen Klosterkirche huetet man ein Fresco, aus der ersten Haelfte des XIII Jahrh. stammend, eines der ersten Bildnissen, die den Heiligen im Moment der Levitazion zeigt.
Heute ist die Scarzuola ein verzauberter Ort, der vom Mailaender Architekt Tommaso Buzzi umgestaltet wurde, welcher die gesamte Klosteranlage im Jahr 1957 erstand um hier die “ideale Stadt” zu errichten. Die erst Etappe des Projekts war die Renovierung des Klosters, danach machte er sich an die Arbeit in den Gartenanlagen, er gestaltete die unschuldigen Klosterbeete der Moenche zu fantastischen Gruenanlagen um, in welchen zwischen Hecken und seltenen Blumenarten, Statuen und Lauben, der Mythos des Polyfilo und seiner Nympfe wiederbelebt wird.
Nachdem diese, “heilige Stadt “ genannt, fertiggestellt war widmete sich Buzzi der Errichtung der “profanen Stadt”, der er den Namen “Buzziana” gibt. Diese entsteht am Ende des Gartens, vor einem natuerlichen Amphietheater gelegen. Sie erscheint wie eine bizzarre und berauschende Zitadelle, ganz aus Tuffstein gebaut,dessen Tuerme ganz aus Sandstein modelliert wurden, aehnlich der Sandburgen am Meeresrand. Die einzelnen Gebaeude sind miteinander durch Zonen verbunden (Buehnen, Treppen, grosse Becken), die aus dem Terrain gemeisselt wurden und von maechtigen Sandsteinmauern gehalten werden.
Buzzania scheint wirklich eine profane Stadt zu sein, ueberhaeuft mit Inschriften und Spruechen. Ueberall findet man Zitate, Monogramme, undefinierbare Symbole im Stein gehauen. Sie wurde aus einem hoechstpersoenlichen Stil des Neo-Manierismus kreiert und weist zum Teil schockierende und komplexe Formen auf , ueberhaeuft mit Treppen und Treppchen, espressive Rustikale Kunstwerke, Basreliefs mit Monstern, Statuerchen, Blumenfiguren à la “Arcimboldi”, ohne jeglichen Bezug zur Architektur. Es gibt ein Kunterbunt a Gebaeuden und Statuen was ans Wundersame grenzt, kreisfoermige Strukturen in der Art arabischer Astronomobservatorien, Tierfiguren, Tebaiden und Meditationsbrunnen, Plaetze fuer Auffuehrungen und Kulttempel mit einem Kristallturm, der dem Pinnacolo einer gothischen Kathedrale aehnelt.
Nach seinem Tod, im Jahr 1980, hinterlaesst Buzzi seine Steinkreation unvollendet. Er aeusserte den Wunsch,die Natur sein Werk weiterfuehren zu lassen, sodass die Natur die Ruinen, aehnlich wie das Werk des Malers Clerisseau zeigt,bearbeitet.Aber Buzziania ist nicht verschwunden und heute fast ganz vollendet, praesentiert es sich dem Besucher im dritten Jahrtausend als ein geistiges Labyrint, ein Konzept, welches uns zwingt, die Regeln unserer Dimension mit denen einer anderen zu ersetzen.
Der Wallfahrtsort von Collevalenza
Auf einem Huegel gelegen und sanft ins Tal hinabragend, liegt, etwa 6 km von Todi entfernt, das Oertchen Collevalenza, an der Nazionalstrasse Tiberina 3 bis (Entfernung vonRom 100km noerdlich und ca 50 km suedlich von Perugia) .
In diesem winzigen Ort, einem der 36 Gemeinden, welche das Gebiet von Todi umfasst, liess sich am 18. August des Jahres 1951 Madre Speranza Alhama di Gesù mit ihren Ordensschwestern und mit den ersten Kindern der Barmherzigen Liebe nieder, um die Anbetung Jesus des Barmherzigen zu verkuenden.
Mit gaenzlicher Armut trug sie in ihrem gluehenden Herzen den Schatz eines grossartigen Traumes: ein autentisches spirituelles Zentrum zu gruenden, von wo aus die Barmherziege Liebe in alle Richtungen den Seelen verkuendet werden kann. Barmherzige Liebe! Dieser Ausdruck stellte fuer Madre Speranza den spirituellen Leitgedanken , ihr Arbeitsprogramm sowie fruchtbarer Boden fuer alle ihre Werke dar.
Die architektonische Verwirklichung des Ideals der Mutter ist die Wallfahrtskirche.
Genau im kleinen Zentrum von Collevalenza gelegen, entspringt die Wallfahrtskirche der Barmherzigen Liebe. Vom madrider Architekt Giulio Lafuente im Jahr 1965 projeziert,stellt sie eines der kuehnstenBeispiele moderner Architektur dar.
Hochaufragend, fast durchlaessig wirkend auf einem Huegel errichtetund durch die steilen Treppenaufgaenge optisch noch hoeher wirkend, kommt dem Pilger der Ort fast erdrueckend und streng vor, hauptsaechlich durch das wuchtige Haengedach, welche die Fassade unterbricht.
Diese Strenge, obgleich von einem eingefuegten Glasfenster und durch eine diagonale Unterteilung des Daches optisch aufgelockert, lastet nicht wenig auf der Seele des Pilgers, ein gewollter Eindruck, der sich auf die Buerde und Last bezieht, welche der Glaeubige an diesel Ort abzulegen eingeladen wird.
Der Besucher, der einen Ort zum innigsten Gebet wuenscht, kann sich hinunter in die Krypta begeben. Ausser der Wallfahrtskirche liegen die Oase des Pilgers, das Haus der Jugend, die Becken fuer die Kranken, sowie der Brunnen, welcher eine fast an Wunder grenzende Geschichte hat, und die Fontaene, aus der der Brunnen gespeist wird, in naechster Naehe.
Das Tal des Wallfahrtsortes wird von einer ueber 800 m langen Baumallee umsaeumt, die den Kreuzweg darstellt.
Der Wallfahrtskirche der Barmherzigen Liebe wurde im Jahr 1982 durch Papst Johannes Paul II der Titel einer Basilica verliehen.
Mutter Speranza Alhama di Gesu starb am 8. Februar 1983 in Collevalenza und wurde beim Altar der Krypta beigesetzt. Im Jahr 1992 begann der juristische Weg der Dioszoese zur Heiligsprechung der Mutter.
Wertvolles Tuderte
Ein kurzer und eindrucksvoller Rundgang auf den Spuren der alten Roemer zwischen den Ruinen antiker Burgen, und mittelalterlichen Kirchen, die im ganzen Gebiet um Todi anzutreffen sind. Von der Klosteranlage S.Antimo, welche in einem Aleppowald liegt, bis zur Burg von Monticello oder Ficareto, welche vom Namen Vica oder Vittoria abgeleitet ist und zu dessen Ehre man hier einen Tempel errichtete. Der Rundgang beginnt bei Duesanti, einem der dichtbesiedeltsten Stadtteile Todi’s. Die beiden Heiligen, S. Antonio und S. Antonino, auf welche sich der Name des Ortes bezieht, starben waehrend der langobardischen Invasion den Maertyrertod. Rund um den historische Kern sind in neuester Zeit mehrere Bauten entstanden, die sich laengs einer baumbestandenen Allee reihen. Der Blick richtet sich auf eine kleine verlassene, romanische Kirche, der Heiligen Jungfrau Maria geweiht, und “alte Kirche “ genannt. Sie wurde imJahr 1290 erbaut.
Die alte Burg, welche der Tradition nach die sterblichen Ueberreste der beiden Heiligen aufbewahrt, war frueher Ort eines zaehen Ringens zwischen den Guelfi und den Ghibellini, welche sich die Stadt Todi teilten. Einer der antiken Tuerme wird heute als Aussichtsterrasse, mit weitem Blick auf die wunderbare Landschaft, genutzt.
Weiter, in Richtung Pretroro, erreicht man die Kirche S. Martino. Romanisch, ein Kirchenschiff, kleine Dimensionen, wurde sie kuerzlich neu restauriert. Die Fassade zeigt noch die Reste eines runden Kirchenfensters.
Ein kleiner Abstecher fuehrt zur Burg von Pretroro, wo am Ende des XV Jahrhunderts die aus Todi vertriebenen Ghibellini Zuflucht fanden.
An Weinbergen und Olivenhainen vorbeikommend kann man in Richtung Sueden nach S. Damiano und Ponticello oder nach Norden hin zum Turm von Frontignano ziehen. Nach S. Damiano gelangt man durch ein mittelalterliches Tor, welches das Wappen Todi’s traegt. Hier hat im Jahr 1174 ein wohlhabender Bauer, nach seiner Rueckkehr aus dem Heiligen Land und nach seiner Genesung, als Dank eine Kirche zu Ehren S Damianos errichten lassen, nach dessen Namen auch die Burg benannt ist.
Entlang der Strasse , die Foligno mit Todi verbindet, liegt eine weitere romanische Kirche, welche von Bedeutung fuer die Gegend ist: an der Fassade gibt es eindeutige ,originale Zeugnisse aus dem XII - XIII Jahrhundert.
Etwas weiter steht die Burg Monticello, nach dem kleinen Berg, dem monticello genannt, auf welchem sie errichtet wurde. Von hier aus fuehrt die Strasse inmitten von Aeckern und Wiesen, ohne jemals Todi aus dem Auge zu verlieren.
Eine weiterhin sehenswerte Burg ist Lorgnano, eine sehr kleine Burg, auch Lariano oder Lariniano genannt, wegen der ehemaligen Anbetung der Goetter Lari, welche die Behausungen beschuetzen sollten.Diese Tradition bezeugt eine im 17. Jahrhundert gefundene Marmorplatte, welche aus der roemischen Epoche stammt und sich auf diesen Kult beruft.
Vom roemischen Kastell ist nur wenig erhalten geblieben, ein Besuch lohnt sich jedoch in der kleinen Kirche S. Andrea.
Von Burg zu Burg gelangt man nach Loreto: gut erhalten und restauriert, liegt das Gebaeude auf einem Berg aus Tonboden und wird nach den nahegelegenen Lorbeerwald – laurus in lateinisch, benannt. Im XII Jahrhundert fungierte es als wichtige Verteidigungsanlage fuer das Territorium. Die nahegelegene Kirche S. Lorenzo, auch diese wiederum aus romanischer Zeit, wurde jedoch leider im Laufe des 1900 Jahrhunderts ziemlich veraendert und umgestaltet.
Mit seinen robusten Befestigungsmauern und dem Turm aus dem XIII Jahrhundert war die Burg Frontignano eine der standfestesten dieser Gegend. Unmittelbar ausserhalb der Ortschaft liegt die Kirche S. Maria della Neve, die auf die Reste der antiken Kirche gebaut wurde, am Altartisch sind gotiche Ornamente zu bewundern. Etwas oberhalb von Frontignano erhebt sich der impostante Turm von Almonte degli Atti, welcher von demselben erbaut wurde und von dem der Dichter D’Annunzio in seinem Sonett, das er Todi widmete, und von den Lobpreisungen des Himmels, des Meeres, der Erde und der Helden, berichtet.
Schliesslich endet unsere Reise in Cacciano, dessen kleine Burg stets von den Guelfi und den Ghibellini beansprucht wurde, den ehemaligen Erzfeinden.