Das Territorium
Mit dem Tuderte bezeichnet man jenes Urlaubsgebiet ,das zwischen Perugia und Terni liegt. Diese Gegend ist besonders charakteristsch wegen seiner sanften Huegellandschaft, welche sich mit dem Profil der Martani-Berge abwechselt und den Rahmen dieser gesamten Landschaft bestimmen.Hier finden sich kunsthistorisch wertvolle Staedte sowie geschichtstraechtige Doerfer, welche die typischen Eigenheiten mittelalterlicher Orte beibehalten haben, hier liegen maechtige Palazzi sowie religiose Bauwerke zusammen vor herrichen, historische Plaetzen von welchen reich verzweigte malerische Gaesschen in die historischen Zentren fuehren, oft von maechtigen Stadtmauern und Festungsanlagen umgeben,welche einst ein besonders ausgefeiltes Verteidigungssystem darstellten.
Ein Landstrich, der von einer mittelalterlichen Aura beseelt ist, wo man etruskische und roemische Ausgrabungsorte findet, mittelalterliche und barocke Kirchen sowie Palazzi, stets eingebettet in einer Landschaft von seltener Schoenheit.
Genaugenommen gehoeren die Gemeinden Todi, Collazzone, Massa Martana, Marsciano, Fratta Todina und Monte Castello di Vibio dazu, Orte, die gastronomiche Kultur, mittelalterlichen Reiz sowie lokales Kunsthandwerk vereinigen.
Die Urspruenge gehen laut Ueberlieferung bis zur Gruendung Todi’s im Jahr 2707 vor Chr. zurueck, als ein Volksstamm , die Veii Umbri, mit ihrem Obersten Tùdero, sich entlang des Flusses Tiber ansiedelten. Spaeter entschloss sich dieser Stamm zum Bau hoher Verteidigungsmauern sowie einer Festung, welcher der Name Tùdero gegeben wurde.
Die Spuren der etruskischen Durchwanderung sind durch einige Mauern, die Porta Marzia doch hauptsaechlich durch den Marte di Todi, der beruehmten Bronzestatue aus dem V Jahrh. vor Chr. bezeugt.
Vom III Jahr. v.Chr. an kam die Stadt unter roemische Herrschaft, Rom verbuendete sich mit Tutere und man begann mit dem Ausbau der Verteidigungsmauern, errichtete die Porta Aurea,die Porta Catena sowie die Porta Libera, versah die Stadt mit einem Amphietheater, diversen Tempeln und dem Forum mit den Zysternen.
Ein grundlegender Moment in der Geschichte Tudertes war zweifellos das Jahr 1809, als das gesamte Gebiet des paepstlichen Staates ,und somit auch Tuderte, vom Imperium Napoleon Bonapartes annektiert wurde und die Stadt Todi zum wichtigsten Zentrum des Departements Trasimeno aufstieg, ja sogar bedeutender als Perugia wurde.
Waehrend des Risorgimentos, nach dem Verfall Roms, begann Garibaldi seinen Marsch in die Richtung Venedigs und durchquerte auch Todi. Er uebernachtete im Kloster von Montesanto.
Zur Wuerdigung seines Aufenthalts pflanzten die Buerger Todi’s im Garten unterhalb der Piazza , die heute den Namen Garibaldis traegt, eine Zypresse, welche heute noch aus der Ferne am Horizont gesichtet werden kann.
Im XX Jahrhundert fuegte sich Todi wegen seiner speziellen geografischen Lage, nur sehr langsam in das neue Wirtschaftssystem ein, welches sich in Europa und Italien ausdehnte. In der einst so besonders vorteilhaften Lage, war es nun fast isoliert und musste sich gezwungenermassen noch lange Zeit mit ziemlich altmodischen landwirtschaftlichen Methoden und einem mittelmaessigen Handel und Herstellung von Textilien zufriedengeben. Spaeter entkam es der Enge der lokalen Wirtschaft und begann den nationalen Markt zu erkunden, erreichte einen gewissen industriellen Aufschwung , wobei der wichtigste Erwerbszweig nach wie vor die Landwirtschaft darstellt.
Gerade aufgrund der angeblich negativen Isolierung konnten gewisse Anbaumethoden, oenogastronomische Traditionen sowie Kunst- und Naturschoenheiten erhalten bleiben und tragen heutzutage zum grossen Teil zur Bereicherung dieser Gegend bei.
TODI (clic for view)
MONTE CASTELLO DI VIBIO (clic for view)
MASSA MARTANA (clic for view)
Flusspark des Tibers
Vom naturalistichen Standpunkt aus gesehen bedeutet der Flusspark des Tibers eine Perle fuer den Tuderte, die sich von den Toren Todi’s bis hin zu den kuenstlich angelegten Seen von Corsara und Alviano erstreckt. Der Park bietet Plaetze von einzigartigem Interesse, Pappeln, Erlen, Weiden bilden den Rahmen dieser malerischen Landschaft. Der Fluss verlaeuft ungeregelt und reissend und in der Naehe der Bruecke von Montemolino wird er der “Wilde” genannt, wegen seiner unbaendigen Stroehmung, waehrend er hinter Todi als ruhiger “toter” Tiber dahinfliesst. Danach beschleunigt er wiederum seinen Strom und erstuerzt sich fuer etwa 8 km zwischen den Felswaenden des Appennins, in die er tiefe Schluchten grub.
Die beruehmteste und wildeste Schlucht ist die der Gole del Forello, am Ufer des Corsara-Sees, der Canyon der Gole di Prodo, fuer fortgeschrittene und erfahrene Exkursionisten Alpinisten zu empfehlen. In diesem Abschnitt nisten Bussarde, Sperber und Milane, wachsen Steineichen und Hainbuchen. Das gesamte Flussufer ist von grosser archaeologischer Bedeutung und es finden hier diverse Ausgrabungen und Untersuchungen statt.